Mittwoch, 8. April 2015
Vergangenheit ist jetzt
jennystorys, 01:55h
Kapitel 1 Teil 1
Isolde ist 17 Jahre alt. Wie jedes andere Mädchen auch geht sie natürlich in die Schule. Aber keines Falls eine normale. Statt Sport zu machen, lernt sie jagen, an Stelle von Mathe lernt sie wo Halsschlagadern sitzen und in welchem Winkel man sie richtig trifft. Außerdem lernt sie jede einzelne Blutgruppe und wie sie riechen. Seit ein paar Jahren kann sie sogar die verschiedenen Farbnuancen des Blutes unterscheiden. Daher weiß sie auch, wann sie das Blut nicht mehr trinken darf. Was denkst du wen ich beschreibe? Ein normales Mädchen? Bei weitem nicht. Es handelt sich natürlich um eine waschechte Vampirin.
Wie lange Helena schon 17 ist? Das weiß sie selber nicht mehr wirklich. Über 500 Jahre sind es bestimmt schon. Sie hat es aufgegeben mitzuzählen. Auf ihre Schule geht sie seit 250 Jahren, also die Hälfte ihres Vampirdaseins. Ihre beste Freundin Marie ist zweimal sitzen geblieben, hat also 50 Jahre Vorsprung. So haben Isolde und Marie sich kennengelernt.
Marie wurde mit 15 zur Vampirin, von ihrer Mutter verwandelt.
Seit 155 ist Isolde mit ihrem Freund Valentin zusammen. Er war mit 21 Jahren vor 700 Jahren stehengeblieben. In die Schule ging er schon lange nicht mehr. Er hatte sie abgebrochen, wollte lieber auf eigene Faust lernen Menschen auszusaugen. In der Schule fühlte er sich gefangen. Lange Zeit hatte er versucht, auch Isolde von der Schule fernzuhalten. Doch er hatte es aufgegeben, er hatte sie eingesperrt, sie festgekettet, aber sie befreite sich immer wieder. Irgendwann hielt er es für zwecklos. Isolde war schon nach 50 Jahren Beziehung bei Valentin eingezogen, aber zunächst war er nicht gerade begeistert davon. Er liebte seine Freiheit. Aber vor allem seine Unsterblichkeit. Valentin wäre bei seinem vorherigen Lebensstil, bevor er Isolde kennenlernte, schon sehr oft gestorben. Er hatte sich immer mit den gefährlichsten Typen im Viertel umgeben. Nicht selten war es dabei zu Messerstechereien gekommen. So hatte er auch Isolde kennengelernt. Wie man sich bei einem Kampf kennenlernt? Ganz einfach: Sie lebte als Mensch in einem Armenviertel und eines Abends wurde sie bedroht. Valentin war dieser Abend immer in Gedächtnis geblieben.
Das war jetzt genau 600 Jahre her. Er hatte sie in einer Seitengasse gefunden, von einem Mann, der so breit war wie ein Schrank, mit einem Messer bedroht an die Wand gepresst. Der Kerl durchdrückte ihr fast die Kehle. Valentin war da schon seit 200 Jahren allein. Aber seinen Beschützerinstinkt hatte er nie eingebüßt, der hatte sich sogar verdoppelt. Andere Vampire verloren ihre Menschlichkeit, und damit auch alle Herzlichkeit und andere Gefühlsregungen. Sie wurden zu einer Tötungsmaschine, vom Blutdurst gesteuert. Jedoch besaßen diese Vampire eine besonders feine Nase. Die hatte Valentin nicht, doch bei ihm waren die Gefühlsregungen noch vorhanden. So hatte er Isolde in dieser misslichen Lage gefunden und die Wut auf den Mann und das Mitleid mit dem wehrlosen Mädchen war sofort hochgekocht. Zu schnell für Isoldes Auge saß er plötzlich auf dem Wandschrank von einem Mann und hielt ihm die Augen zu. Eigentlich wollte er den Kopf hochreißen, aber der Schrank war ungewöhnlicher Weise fast so stark wie er und fing an mit dem Messer herumzufuchteln, um Valentin zu treffen. Aber leider traf er Isolde an der Kehle. Sie kippte sofort um und begann zu röcheln. Seine blinde Wut verstärkte sich und ungewollt riss er dem vermeintlichen Mörder den Kopf ab. In Isolde jedoch erkannte er eine versteckte Vampirin, also ein Vampir, der getötet wurde und als widergeborener Mensch, wenn er denn merkt, dass er ein Vampir ist, auf Erlösung hoffen muss. Diese Erlösung wollte er ihr verschaffen. Doch aus dem Schatten trat noch ein weiterer Mann und stürzte sich auf Valentin. Isolde war schon fast tot und so wollte er kurzen Prozess machen. Das hätte eigentlich auch leicht werden müssen, denn der zweite Typ war nicht sehr stark gebaut. Er war dünn, hatte schlaksige Arme und Beine. Eigentlich hätte Valentin also in kürzester Zeit den Mann erledigen können. Aber der Kerl war tatsächlich zäher als zuerst gedacht. Valentin vermutete, dass der kleinere Mann ebenfalls ein Vampir war. Doch der Mann schien überhaupt keine Ahnung zu haben. Er konnte seine Kräfte, wenn er denn wirklich welche haben sollte, nicht kontrollieren. Erst war er sehr stark, dann sehr schwach und dann wieder stark. Valentin konnte dann, wenn sein Gegner schwach war, wie bei dem vorherigen auf die Schultern springen. Aber immer wenn die Kräfte zurückkehrten, schleuderte er Valentin über seine Schulter. Wäre er kein Unsterblicher, würde er vermutlich schon lange im Krankenhaus oder endgültig liegen.
Isolde ist 17 Jahre alt. Wie jedes andere Mädchen auch geht sie natürlich in die Schule. Aber keines Falls eine normale. Statt Sport zu machen, lernt sie jagen, an Stelle von Mathe lernt sie wo Halsschlagadern sitzen und in welchem Winkel man sie richtig trifft. Außerdem lernt sie jede einzelne Blutgruppe und wie sie riechen. Seit ein paar Jahren kann sie sogar die verschiedenen Farbnuancen des Blutes unterscheiden. Daher weiß sie auch, wann sie das Blut nicht mehr trinken darf. Was denkst du wen ich beschreibe? Ein normales Mädchen? Bei weitem nicht. Es handelt sich natürlich um eine waschechte Vampirin.
Wie lange Helena schon 17 ist? Das weiß sie selber nicht mehr wirklich. Über 500 Jahre sind es bestimmt schon. Sie hat es aufgegeben mitzuzählen. Auf ihre Schule geht sie seit 250 Jahren, also die Hälfte ihres Vampirdaseins. Ihre beste Freundin Marie ist zweimal sitzen geblieben, hat also 50 Jahre Vorsprung. So haben Isolde und Marie sich kennengelernt.
Marie wurde mit 15 zur Vampirin, von ihrer Mutter verwandelt.
Seit 155 ist Isolde mit ihrem Freund Valentin zusammen. Er war mit 21 Jahren vor 700 Jahren stehengeblieben. In die Schule ging er schon lange nicht mehr. Er hatte sie abgebrochen, wollte lieber auf eigene Faust lernen Menschen auszusaugen. In der Schule fühlte er sich gefangen. Lange Zeit hatte er versucht, auch Isolde von der Schule fernzuhalten. Doch er hatte es aufgegeben, er hatte sie eingesperrt, sie festgekettet, aber sie befreite sich immer wieder. Irgendwann hielt er es für zwecklos. Isolde war schon nach 50 Jahren Beziehung bei Valentin eingezogen, aber zunächst war er nicht gerade begeistert davon. Er liebte seine Freiheit. Aber vor allem seine Unsterblichkeit. Valentin wäre bei seinem vorherigen Lebensstil, bevor er Isolde kennenlernte, schon sehr oft gestorben. Er hatte sich immer mit den gefährlichsten Typen im Viertel umgeben. Nicht selten war es dabei zu Messerstechereien gekommen. So hatte er auch Isolde kennengelernt. Wie man sich bei einem Kampf kennenlernt? Ganz einfach: Sie lebte als Mensch in einem Armenviertel und eines Abends wurde sie bedroht. Valentin war dieser Abend immer in Gedächtnis geblieben.
Das war jetzt genau 600 Jahre her. Er hatte sie in einer Seitengasse gefunden, von einem Mann, der so breit war wie ein Schrank, mit einem Messer bedroht an die Wand gepresst. Der Kerl durchdrückte ihr fast die Kehle. Valentin war da schon seit 200 Jahren allein. Aber seinen Beschützerinstinkt hatte er nie eingebüßt, der hatte sich sogar verdoppelt. Andere Vampire verloren ihre Menschlichkeit, und damit auch alle Herzlichkeit und andere Gefühlsregungen. Sie wurden zu einer Tötungsmaschine, vom Blutdurst gesteuert. Jedoch besaßen diese Vampire eine besonders feine Nase. Die hatte Valentin nicht, doch bei ihm waren die Gefühlsregungen noch vorhanden. So hatte er Isolde in dieser misslichen Lage gefunden und die Wut auf den Mann und das Mitleid mit dem wehrlosen Mädchen war sofort hochgekocht. Zu schnell für Isoldes Auge saß er plötzlich auf dem Wandschrank von einem Mann und hielt ihm die Augen zu. Eigentlich wollte er den Kopf hochreißen, aber der Schrank war ungewöhnlicher Weise fast so stark wie er und fing an mit dem Messer herumzufuchteln, um Valentin zu treffen. Aber leider traf er Isolde an der Kehle. Sie kippte sofort um und begann zu röcheln. Seine blinde Wut verstärkte sich und ungewollt riss er dem vermeintlichen Mörder den Kopf ab. In Isolde jedoch erkannte er eine versteckte Vampirin, also ein Vampir, der getötet wurde und als widergeborener Mensch, wenn er denn merkt, dass er ein Vampir ist, auf Erlösung hoffen muss. Diese Erlösung wollte er ihr verschaffen. Doch aus dem Schatten trat noch ein weiterer Mann und stürzte sich auf Valentin. Isolde war schon fast tot und so wollte er kurzen Prozess machen. Das hätte eigentlich auch leicht werden müssen, denn der zweite Typ war nicht sehr stark gebaut. Er war dünn, hatte schlaksige Arme und Beine. Eigentlich hätte Valentin also in kürzester Zeit den Mann erledigen können. Aber der Kerl war tatsächlich zäher als zuerst gedacht. Valentin vermutete, dass der kleinere Mann ebenfalls ein Vampir war. Doch der Mann schien überhaupt keine Ahnung zu haben. Er konnte seine Kräfte, wenn er denn wirklich welche haben sollte, nicht kontrollieren. Erst war er sehr stark, dann sehr schwach und dann wieder stark. Valentin konnte dann, wenn sein Gegner schwach war, wie bei dem vorherigen auf die Schultern springen. Aber immer wenn die Kräfte zurückkehrten, schleuderte er Valentin über seine Schulter. Wäre er kein Unsterblicher, würde er vermutlich schon lange im Krankenhaus oder endgültig liegen.
... link (0 Kommentare) ... comment